etc.

Das sagt eine ehemalige Arbeitskollegin über mich:

"Daniel war vor Jahren ein guter Arbeitskollege, später auch mein Vorgesetzter.  Dank i-Phone und Facebook, gab's wieder Kontakt, und an einem gemütlichen Fondue-Treff dann einiges zu erzählen und zu erfahren. Danach neben der Freude auch etwas in der Art von "Nachdenklichkeit". Ereignisse sind passiert, die einem die Endlichkeit des Lebens vor's Auge führen. 

 

Ich kann nicht einfach so mit Adjektiven um mich werfen. Fange jetzt einfach irgendwo an und hoffe der Leserin / dem Leser so (m)ein Bild von Daniel etwas vermitteln zu können:

 

Ein Samstag im letzten Jahrhundert, Migros Limmatplatz. Herr Peter, ein einziger Tag älter als ich, auch schon damals. Er ist nicht bloss ein mindestens ebenso sturer Zeitgenosse wie ich, sondern auch ein "Migros-Kind" - das könnte ja schon fast eine Seelenverwandtschaft begründen. Da, plötzlich vor mir, ein Einkaufswägeli. Vollgefüllt mit Dosenananas, angeschoben von Herrn Peter. Auf meine Frage, was der dann mit diesen Dosendingern vorhabe, klärte er mich gütig und geduldig, wenn auch sichtlich überrascht ob meiner Unwissenheit, in seiner für ihn charakteristischen diplomatisch-belehrend-informativen Art darüber auf, dass es Frühling sei - und somit an der Zeit für eine Entschlackung. Eine Ananasdiät, ja, die sei im Frühling der Gesundheit besonders zuträglich. Daraufhin wohl die erste philosophisch-praktisch kontroverse Debatte über das Dafür- und Dagegen einer Diät basierend auf Ananas in Dosen für Entschlackungszwecke. Er hat's sicher durchgezogen, und sicher im Sommer eine Traumfigur gehabt! Einmal einen Weg eingeschlagen, ist er davon nicht so einfach abzubringen, da hilft nichts - will ich wohl sagen. Heute hält sich der Herr Peter an Low-Carb-Ernährung, und so wie ich ihn einschätze, tut er das überzeugt und konsequent, und in Anbetracht unseres fortschreitenden Alters mittlerweile wohl nicht nur aus figurtechnischen-ästhetischen Überlegungen sondern vermutlich auch zunehmend gesundheitlich motiviert.

 

Herr Peter hat sicher  zu (fast) jeder Thematik eine auf Fakten basierte eigene Meinung, drängt diese aber bestimmt niemanden auf und erwartet das gleiche im Gegenzug. Ich finde, Herr Peter ist tolerant, manchmal ultra-super-nervig-tolerant. Des weiteren würde ich Daniel als feinfühligen und sensiblen Zeitgenossen einstufen, der für andere da ist. Er nimmt sehr gut wahr, was um ihn herum läuft, und lässt diese Sensorik auch schon mal für sich "arbeiten". Will nicht heissen, dass er andere ausnützt, ganz und gar nicht - aber jemanden mal an seine Grenzen "heranzumanövrieren", das kann durchaus reizvoll sein. Das tut Herr Peter natürlich nur, sofern es die Situation und die Umstände erlauben. In der Regel. Zumindest.

 

Herr Peter ist am Weltgeschehen interessiert und will sich frei bewegen können, ohne beobachtet, bevormundet oder gemassregelt zu werden. Er ist sicher eher einer der "ernsthafteren" Sorte, für andere den Clown zu spielen wäre nicht sein Ding. Sein Herz öffnet er nicht gleich jedermann, und seine "nicht-öffentliche" Seite lebt er sicher auch aus, und zwar dann und dort wo er es für gut befindet. Steinböckisch arbeitsam, pflichtbewusst und mit gesundem Ehrgeiz ausgestattet - das trifft sicher auch auf ihn zu. Dass er etwas einfach aus Faulheit "verlauert" kommt wohl käumlich vor - etwas bewusst vergessen, das könnte und dürfte dann schon eher einmal vorkommen. Herr Peter ist ein ruhiger Typ, kann den Menschen viel Empathie entgegenbringen und mäkert nicht gleich an allem und jedem rum, ABER, wenn das Fass voll ist, dann ist es voll, dann kann es auch einmal überlaufen und explodieren. Und explodieren kann Daniel auf die ruhige wie auch auf die laute Art und Weise, beides sehr eindrücklich und nachhaltig Spuren hinterlassend. Herr Peter, wage ich zu behaupten, stellt an sich hohe Erwartungen und ich glaube, er tut es wohl auch an sein Umfeld. Und ich bin fast sicher, dass es ihm einfacher fällt, mit anderen etwas nachsichtiger zu sein als mit sich selbst. 

 

Das einfach ein paar Eindrücke, wie ich Daniel wahrgenommen habe, während einer Zeit, als wir beide sehr viel (zusammen) gearbeitet haben. Ja, der Daniel ist noch jemand, mit dem man zusammen arbeiten kann. "

 

Ich musste bei dem Feedback öfters schmunzeln und konnte mich an die eine oder andere Begebenheit erinnern und mich bestens wiederfinden.